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Donnerstag, 31. Dezember 2009



Wer immer nur spurt -

hinterlässt niemals

S P U R E N
!
(verm. von Ernst Ferstl)


Es guet's Neus


:-))

Freitag, 25. Dezember 2009

Interessantes Experiment


Interessantes Experiment

In den 1950er Jahren führten der russische Genetiker Dmitri Beljajew Zuchtversuche mit Silberfüchsen (Vulpes vulpes) durch und wählte dabei zur Weiterzucht selektiv nur die am wenigsten aggressiven Tiere aus. Diese zeigten auch weniger Scheu und eine geringe Bissigkeit gegenüber den Menschen. Er erhielt schliesslich eine Population von Füchsen, die sowohl in ihrem Verhalten als auch in ihrem Aussehen deutlich von den Füchsen des Wildtyps unterschieden.

Nach etwa zehn bis zwanzig Generationen kontrollierter Zucht zeigten die Füchse keine Furcht mehr vor Menschen und begrüßten die Pfleger mit Schwanzwedeln und Zuneigungslecken. Äußerliche Veränderungen waren gefleckte Fellzeichnung, Schlappohren und gekräuselte Schwänze.
Damit waren diese selektierten Tiere nach nur zwanzig Generationen genau so domestiziert, wie liebe Hunderassen! Das gleiche Experiment gelang mit Ratten und mit wilden Zebras. Letztere galten übrigens als unzähmbar. Es scheint jedoch Gene für das aggressive Verhalten zu geben, die unsere moderne Zivilisation eigentlich gar nicht mehr braucht…
Leider bedingt eine Menschengeneration rund 30 Jahre und eine Selektion bei den Menschen schliesst sich natürlich aus. So werden wir Menschen uns weiterhin wie seit Urzeiten die Köpfe einschlagen, einander mit idiotischen Machtkämpfen die Freude am Leben vergraulen und uns im Rudel wie wilde Tiere verhalten. Obwohl - ein humaner (von lat. humanus – eben menschlich!!) Umgang unser aller Leben so viel einfacher machen könnte.

Quelle: Wikipedia



:-))

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Loni - ein Alptraum




Loni - ein Albtraum

Kürzlich las ich den Vornamen „Loni“ und über mich schwappte ein Schauergefühl.
Denn „Loni“, das war in Kindertagen kein Name, sondern ein Albtraum.
Ich versuche mich, an das Gesicht der Tante aus dem Aargau zu erinnern, aber ich sehe nur einen riesengrossen Busen vor mir. Wie ein Verpflegungszelt für ein napoleonisches Heer, spannte sich die Bluse über diese beiden riesigen Fleischhügel auf deren Spitzen - die wohlverstanden unsichtbar blieben – nur noch die Fahne mit dem Wappen der Bonaparte fehlte.
Loni war grösser und breiter als Onkel Max, kräftiger und mit einer lauten Stimme und viel italienischem Temperament ausgestattet.
Dementsprechend nahm uns „Loni“ zur Begrüssung auch beherzt zur Brust, drückte unseren kleinen Kinderkopf tief ins Verpflegungszelt und genau dann, begann der Albtraum!
Es wurde dunkel, roch etwas eigentümlich und taub rang man nach Atemluft – minutenlang wie uns schien. Sah man endlich, dem Erstickungstode nahe, wieder Tageslicht, näherte sich auch schon ein halbgeöffneter, knallroter Mund, ähnlich dem eines Riesenkarpfens, und man wurde abgeküsst, dass einem Sehen und Hören nochmals verging.
Mit frisch geduschtem Gesicht und rot verschmiert, taumelte man zurück in den Mutterschoss und während man sich erholte, schauderte einem bereits vor der gleichen Abschiedszeremonie, vor der es kein Entrinnen gab.

Loni hat Schäden hinterlassen, das kann man heute sagen.
Denn grosse Busen, Lippenstift und Begrüssungsküsse sind für mich bis heute - ein Albtraum.
©® Copyright by Herr Oter



:-))

Sonntag, 20. Dezember 2009

Es jagt der Türst!



Es jagt der Türst!


Entschuldigung, darf ich Sie etwas fragen?“ frage ich.
Ich stehe mit Hund rätselnd vor einem soliden, doppelbalkigen Patriarchenkreuz aus Holz, das sich dominant auf einer frischverschneiten Kuppe gegen den tiefblauen Himmel lehnt.
„Ja, bitte“, erwidert der Mann, der inzwischen zu mir aufgeschlossen hat und stehen bleibt.
„Können Sie mir erklären, was diese Inschrift: "
HIER JAGTE DER TÜRST" an diesem Kreuz zu bedeuten hat? – Oder, heisst es doch – der Fürst?“
Der Wanderer lächelt freundlich und meint: „Nein, es ist schon der Türst, gegen den hier ein Kreuz gesetzt wurde. Die Sagenfigur Türst stammt aus heidnischen Zeiten und wurde von Wotan abgeleitet. Sagen über den Türst kommen in verschiedenen Gegenden vor, vor allem dort wo starke Winde wehen und sie werden überall etwas unterschiedlich erzählt
Gemäss der Sage hier, richtet der Türst vor allem in den kalten Stürmen im Christmonat, im Jänner und im Horner oft grossen Schaden an Haus und Ställen an, wenn man ihn nicht hinein lässt. Denn seit ewigen Zeiten reitet er in einem wilden Tross, zu dem sich lechzende dreibeinige und einäugige Hunde, schnaubende Pferde und schreiende Raubvögel mit Menschenköpfen gesellt haben, durch die Lüfte und versetzt die Menschen hier in Angst und Furcht. Man erzählt, Türst suche dabei in allen Gaden und Tennen nach seiner Geliebten, die durch schändliches Tun zu Tode gekommen war. Wehe, sollte er einen Schober verschlossen antreffen! In wilder Wut werden die Tore gerammt und der ganze feurige Tross donnert hindurch. Stehen die Tore aber weit offen, so werden Haus und Hof verschont.
Darum steht
hier seit jener Zeit ein hölzernes, doppelbalkiges Wetterkreuz zur Abwehr der Mächte des Sturmes und, um Türst und seine wilde Horde zu besänftigen.“
„Ach, da habe ich ja grosses Glück gehabt, es scheint, dass ich zufälligerweise auf einen Sagen-Kenner gestossen bin.
„Nein, nein, Kenner bin ich keiner, mich interessieren sie nur“, erwidert der Mann bescheiden. „Ich bin vor wenigen Jahren in diese Gegend gezogen und auf meinen vielen Wanderungen hat mich natürlich dieses Kreuz mit seiner ungewöhnlichen Inschrift ebenfalls interessiert. Da habe ich mich bei den Einheimischen danach erkundigt.“
„Es scheint sich ja um eine ganz "gfürchige" Sage zu handeln. Dabei kann man sich gerade heute, bei diesem strahlenden Sonnenschein, kaum vorstellen, dass hier, in dieser wunderschönen Gegend, die stürmischen Winde die Menschen so in Schrecken versetzen können.“
"Ja, die Türst-Sage ist wirklich interessant und wie jede Sage, hat sie sicher ihre Bedeutung - für den, der sie zu deuten vermag.

Zusammen reden und wandern wir noch ein ganzes Stück, bis sich unsere Wege nach einer herzlichen Verabschiedung wieder trennen.

Zuhause angekommen will ich mehr über die Gegend, den Türst und die Sage erfahren und mache mich darum im Internet kundig. Da habe ich sie gefunden, die Sage: Die Rache des Türst. Vielleicht interessiert Sie diese gruselige Geschichte ja auch.

Während ich nun am selben Abend in der warmen Stube diesen „Schwatziergang mit Hund“ aufschreibe, tobt
inzwischen vor dem Fenster ein heftiger Schneesturm. Zufall - oder will der Türst mir zeigen, dass es ihn doch gibt und zu was er fähig ist?

©® Copyright by Herr Oter


:-O

Donnerstag, 17. Dezember 2009





Der erste Roman mit Google Maps


Web-Romane gibt es inzwischen ja viele und ich bin auch der Meinung, dass heutzutage nicht für jede Lebensgeschichte gerade Bäume fallen müssen. Um seinem Mitteilungsdrang gerecht zu werden, kann man seine Geschichte ja vorerst ohne viel Aufwand und Kosten ins Web stellen und sollte sie die fast ausgebuchte Bücherlandschaft wirklich bereichern, findet man bei Erfolg sicher auch eine Möglichkeit, seinen Roman zu Geld zu machen. Die Musikvideos haben das ja bereits mehrfach vorgemacht.

Zudem ergeben sich im Internet völlig neue Möglichkeiten, auch eine durchschnittliche Geschichte doch noch attraktiv zu machen.
Denn weltweit wurde zum ersten Mal ein Web-Roman mit Google Maps verknüpft.
Ein Dreier-Team aus Programmierer, Designer und Texter hat den Roman " Senghor on the Rocks" von Christoph Benda mit ortsbezogenen GPS-Daten versehen, diese in Google Maps eingebettet und das Ganze als Online-Roman auf einer Web-Seite veröffentlicht.
Dabei liest man auf der rechten, virtuellen Buchseite den Roman und sieht auf der linken Seite die Routen, die im Text erwähnt werden, im Stadtplan. Sozusagen in “Echtzeit” fährt dabei der Pfeil wie von Geisterhand gesteuert die Strecken ab. Ausgesprochen sehenswert ist dabei auch, dass die Karte in den Nacht dunkler wird und so Bezug auf die Handlung nimmt. Zum Blättern klickt man einfach auf die jeweilige Seite. Sehr schön ist auch das Lesezeichen, das sich merkt welche Seite man sich als letztes angeschaut hat und beim nächsten Besuch der Webseite dort sozusagen im Buch “steckt”.

Das Projekt bringt den drei Tüftlern zwar noch kein Geld ein, aber es zeigt, welche Möglichkeiten Schriftsteller heute haben, ihre Romane attraktiv zu veröffentlichen - wenn sie die Texte mit Web-2.0-Mitteln in moderne "Mash-ups" verwandeln. So lassen sich in Zukunft online-Bücher sicher mit kleinen Filmsequenzen, Bilder und Tönen ausstatten. Auch stelle ich mir vor, dass dabei auf Wunsch eine virtuelle Kamera über das besprochene Gebiet schwenkt, man sich aktuelle Webcam- Aufnahmen oder online-Bilder ansehen kann. Auch wird man sich Zusatz-Informationen per Mausklick direkt aus "wikipedia" herunterladen und man kann sich mittels GPS die Plätze direkt vor Ort ansehen , wenn man gerade in der Nähe ist.
Sieht so der Reiseführer der Zukunft aus? Stadtbesichtigung verbunden mit einem spannenden Online-Städte-Krimi?
So viele Möglichkeiten bietet nur das papierlose online-Buch.

Doch einen grossen Hacken hat das Ganze leider auch:
Denn die Phantasie geht beim vernetzten Lesen halt weitgehend verloren und das „Kino im Kopf“ kann, genau wie die traditionelle Buchhandlung, seine Tore schliessen.


:-|


Sonntag, 13. Dezember 2009


 



Der Autor -
er wirf einen Kieselstein in den Vierwaldstättersee -
es bilden sich Kreise -
und er hofft,
es werden Wellen -
so gross, dass sie ein Dampfschiff zum Schaukeln bewegen –
vielleicht, sogar die Schiller*.

©® Copyright by Herr Oter

* Die «Schiller» ist ein stolzes Salon-Seitenrad-Dampfschiff
- erbaut 1906 von den Gebr. Sulzer, Winterthur.



:-))

Freitag, 11. Dezember 2009

Donnerstag, 10. Dezember 2009



Burundi
ist eines der ärmsten Länder der Welt,
seit Jahren belegt es den allerletzten Platz auf dem Welthunger-Index

Hier EIN Vergleich zwischen
Schweiz (Zahlen links) -- und -- (Zahlen rechts) Burundi


7.8 .... Bevölkerung (Mitte 2009) in Millionen .... 8,3
10 .... Geburtenrate (pro 1000 Einwohner) .... 36
8 .... Sterberate (pro 1000 Einwohner) .... 15
0.2% .... Bevölkerungswachstumsrate pro Jahr .... 2.1%
1.5 .... Anzahl lebende Kinder pro Frau .... 5.4
8.1 .... Bevölkerungsaussichten für 2050 in Millionen .... 14.8
73% .... Städtische Bevölkerung .... 10%
15% .... Anteil der Bevölkerung unter 15 J .... 41%
17% .... Anteil der Bevölkerung über 65 J .... 3%
84 J .... Lebenserwartung von Frauen .... 51 J
79 J .... Lebenserwartung von Männern .... 48 J
3.9 .... Säuglingssterblichkeit pro 1.000 Geburten .... 120
5 .... Müttersterblichkeit pro 100.000 Geburten .... 1100
100% .... Betreute Geburten .... 34%
78% .... Verheiratete Frauen, die modern verhüten* .... 9%
* Verhütung mit modernen Methoden (Kondom, Pillen Spritzen etc.)


Ich denke, dass dazu kein Kommentar nötig ist.

:-((

Mittwoch, 2. Dezember 2009



Abfrackprämie

Was für ein wunderschöner „Verschreiber“
für das fürchterliche Wort": Abwrackprämie !
Nur ein Buchstabe falsch geschrieben und schon
ist bei älteren Autos nicht nur der Lack ab,
nein, da wird ihnen gleich der Frack ausgezogen.
Aber mal ehrlich, welches Auto hat so ein Ende verdient? Da hat es sich jahrelang bemüht, elegant dazustehen und dann so was!
„Abgefrackt und dann verschrottet
und dafür gibt's sogar noch eine Prämie.

 
Übrigens:
Gemäss Deutschem Wörterbuch von Jacob u Wilhelm Grimm. (16. Bde)
bedeutet Wrack ursprünglich: auf dem Wasser umhertreibender Gegenstand und stammt vom dänischen Wort: vrag.
Gemeint wurde damit ein gesunkenes oder zerstörtes Schiff.

und nebenbei:

googelt man „Abfrackprämie, erziehlt der Schreibfehler
doch sage und schreibe ca. 34'900 Treffer (und ab heute einen mehr)
gegenüber der 674'000 Abwrackprämie-Treffer -
also rund 5% oder jeder 20.! Erstaunlich, finde ich.


:-)